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Grundausstattung Medienpädagogik

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Theorie in der Pädagogik ist gut und unerlässlich, die Medienpädagogik ist jedoch ihrem Wesen nach eine praktische Disziplin. Und jede Praxis braucht Werkzeug. Was genau Sie für die tägliche medienpädagogische Arbeit benötigen, versuchen wir im Folgenden aufzuzeigen. Die Liste ist naturgemäß nicht vollständig und preislich nach oben hin offen.

Das wohl wichtigste Arbeitsgerät des Medienpädagogen ist der heimische Computer, idealerweise ein Mac (ab ca. 600€). An ihm sollte man sich wohl und sicher fühlen. Ärger und Stress sind die natürlichen Feinde der Kreativität. Wesentliche Funktionen des eigenen Systems und der multimedialen Software sollten dem Benutzer vertraut sein. Ferien und lange Wochenende sind ideale Zeiträume, um sich - falls erforderlich - in die Materie einzuarbeiten. Die Hardwareausstattung sollte prinzipiell nicht zu sparsam ausfallen (mind. 500GB Festplatte, 2GB oder mehr Arbeitsspeicher, 256MB Grafikkarte), um ruckelfreies, zügiges Arbeiten mit einem Höchstmaß an Genuss vereinbaren zu können.

Für den Alltag wichtig sind ferner kleine Hilfsmittel und Geräte, die oftmals in der Hosentasche Platz finden: Hier sind vor allem zu nennen ein USB-Speicher-Stick (8GB oder mehr, ca. 15-20€) und ein Multikartenleser (ideal ebenfalls als USB-Stick, ca. 10€) zum Auslesen von Kamera-Speicherkarten (SD, CompactFlash u.v.m.). Auch ein USB-Hub sollte auf dem Schreibtisch nicht fehlen, um die zahlreichen multimedialen Geräte am Computer anschließen zu können.

Sinnvoll sind ferner ein Stativ oder Mini-Stativ für wackelfreie Fotos und Videos und ein einfaches dynamisches Mikrofon mit sog. Mini-Klinkenstecker für Audioaufnahmen und Podcasts (jeweils ab ca. 10€ im Elektromarkt).

Um nun auch selbst multimedial aktiv und kreativ werden zu können, ist letztlich auch eine Fotokamera, ein Camcorder oder eine Kombination aus beidem: ein Multimedia-Handy erforderlich. Die Bildauflösung dieser Geräte sollte nicht zu gering gewählt werden (5 Megapixel oder mehr), und bei Camcordern sollte inzwischen auf den Zusatz "HD" (wie "high definition", d.h. besonders hochwertige Bildqualität) geachtet werden.

Schließlich benötigt der Medienpädagoge gute Software. Am Mac sollte man unbedingt die Apple-Pakete iLfe und iWork (Update iLife '11: 49,-€ und iWork: 69€) erwerben, um über eine breite Palette an Programmen von Textverarbeitung über Präsentationen bis hin zu Bildbearbeitung, Filmschnitt und DVD-Authoring zu verfügen. Die meisten der iLife- und iWork-Programme sind inzwischen auch für iOS, d.h. für iPhone und iPad verfügbar. Ähnlich umfassende multimediale Basispakete sind für Windows noch nicht erhältlich. Dort ist jedoch besonders das kostenlose Filmschnittprogramm Windows Movie Maker beliebt. Ein hervorragendes, auch im Bereich der Schulen und der Lehrerbildung gebräuchliches Film-Animations-Programm ist iStopMotion, das in Version 2.5 u.a. über den beliebten TiltShift-Effekt verfügt (ab ca. 49€). Für die Bildbearbeitung sind GraphicConverter (Mac, ca. 30€), Pixelmator (Mac, ca. 50€), (Win/Mac/Linux: kostenlos) oder Photoshop Elements (Win/Mac: ca. 70-90€) normalerweise mehr als ausreichend. Wer es anspruchsvoller mag, sollte Highend-Programme von Adobe (Premiere, Photoshop) oder Apple (Aperture, Final Cut) in Erwägung ziehen, die jedoch oftmals bis zu 1.000€ kosten. Bildergeschichten und Cartoons lassen sich spielerisch mit der preisgekrönten Software Comic Life (Mac/Win, ca. 25€) erstellen. 

Für die Arbeit mit Audiomaterial ist die kostenlose Software Audacity zu empfehlen, die auf den meisten Plattformen lauffähig ist (Win, Mac, Linux). Für die Wiedergabe und Kodierung von Videos ist oftmals schon Apple Quicktime mit dem Plugin Perian (Mac) bzw. Combined Community Codec (Windows) vollkommen ausreichend.


 
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